Curling-EM als Mutmacher für DCV-Zukunft

Deutscher Curling Verband

Als Titelverteidiger beendete das Quartett um Skip Marc Muskatewitz die Vorrunde (Round Robin) nach sechs Siegen und drei Niederlagen als Fünfte, das identische Abschneiden wie bei der EM-Sensation 2024. Doch bei Punktgleichheit entschied die Konstellation hauchdünn gegen die deutsche Curling-Vertretung in Südfinnland. „Am Ende fehlte ein Quäntchen Glück. Es standen sieben für Olympia qualifizierte Länder am Start. Wir konnten gegen die Schweiz gewinnen, gegen den Weltranglisten-Ersten (Schottland) fehlte ein Stein – und gegen Italien haben wir das Spiel aus der Hand gegeben.“

Der Blick richtet sich jetzt Richtung Cortina 2026. „Das bessere spielerische Niveau lässt uns optimistisch Richtung Olympia blicken. Jetzt gilt es nachzuschärfen – doch wir sind auf einem guten Weg“, so das Fazit des Coachs.

Die Vorgabe für die Damen lautete „Platz 7“ – gleichbedeutend mit dem Ticket für die nächste Weltmeisterschaft. „Natürlich ist es ernüchternd, dass es knapp nicht reichte, aber die Chance war da“ (Kapp). Im finalen Duell gegen Schottland (5:6) entschied der letzte Stein – und das Team von Sara Messenzehl hätte die Vorgabe erfüllt. Auf der Habenseite aber steht u.a. ein Sieg gegen Norwegen, die Schweiz (am Ende EM Dritter) war in Reichweite. „Doch uns fehlt manchmal die Konstanz.“

Aber: Selbst die Chronisten von „WorldCurling“ würdigten das „jüngste Team der EM“ als Versprechen für die Zukunft. Die Junioren-Vizeweltmeisterinnen von 2024, ergänzt durch die 29-jährige Emira Abbes auf Position 3, stehen erst am Anfang.