Ihr Geräusch kannte man von den Olympischen Winterspielen. Und jetzt surrte die Drohne über der Eisfläche des Füssener Curling-Centers. Der Bayerische Rundfunk wollte den DCV-Cracks und ihrem Können mit den Granitsteinen noch näherkommen und verfolgte einen WM-Lehrgang mit dem fliegenden Magic Eye. Zudem installierte die Crew um ARD-Reporterin Carina Dilg eine Mini-Kamera direkt auf einem Stein, den Skip Marc Muskatewitz dann wunschgemäß ins Haus zirkelte oder zur Kollision brachte. Dann musste die Halle, gleichzeitig vom Curling-Nachwuchs genutzt, aber kurz mäuschenstill sein. Um via Mikrofon das Geräusch beim Wischen von Lead Johannes Scheuerl aufzunehmen – auch so ein typischer Curling-Sound.
So hat sich manches entwickelt im deutschen Curling, seit der Olympia-Teilnahme von Cortina (Platz 7), der Medien-Resonanz, den Empfängen, den aktuell restlos ausgebuchten Schnupperkursen. In Füssen (u.a. mit Lena Kapp), Schwenningen, Mannheim, Hamburg, Baden-Baden. JoJo Scheuerl und Vize-Skip Benny Kapp fanden, “dass Krasseste war, als wir am Nebentisch spontan erkannt wurden. Man setzte sich zu uns, wollte Selfies.” Ein kleiner Star-Rummel um Team D.
Und jetzt die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Utah (ab 27. März) im Fokus der Drohne. Das BR-Team interviewte alle WM-Fahrer auf dem Eis des Bundesleistungszentrums, Und natürlich Bundestrainer Uli Kapp, der die Einheiten leitete. Seine Jungs testen noch bis Sonntag zweimal am Tag Spielszenen, im Curling-Jargon heißt das Stone-Management und Shot Making. Es wird laut aufgrund der internen Kommunikation in mutmaßlicher ‚Geheimsprache‘. Die glatte Fläche hatte der Coach vorher höchstpersönlich als “Eismeister” mit oszilliertem Wasser besprüht. Fast in der Manier des olympischen Zeremonienmeisters Mark Callan beim Moonwalk in Cortina.
Kapp und Co. werden ihre Domäne im Allgäu am Wochenende verlassen. Dann geht es zunächst zum Training nach Calgary/Kanada – und anschließend nach Ogden bei Salt Lake City. Aber auch die deutschen Curler mögen flotte Shots, wie sie in Füssen dokumentierten. Fast zu schnell für Drohne und Kamera.





